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Thematische Anlagen: Edutainment und Robotik sind die Megatrends der Zukunft

Unsere Ressourcen sind begrenzt. Bertrand Piccard ist der Ansicht, dass sie auf «intelligente, clevere, effiziente und profitable» Weise genutzt werden sollten. Andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unternehmerinnen und Unternehmer mit Pioniergeist, die an der diesjährigen Themenbezogenen Flaggschiffkonferenz an der ETH zu Gast waren, teilen diese Auffassung und haben sich dasselbe Ziel gesteckt.

23. Dezember 2022

Thematic Investing bedeutet neue Investitionsmöglichkeiten für die Zukunft

Foto: Johanne Nyborg, AR-Modell eines schlagenden Herzens.

Key Takeaways

  • Die meisten grossen Anlagethemen der Zukunft zeichnen sich schon ab und sind bekannt, aber es ist oft schwierig, sie einzuordnen und zu priorisieren.
  • Das Erkennen geeigneter Anlagechancen setzt erheblichen Sachverstand und sehr viel Know-how voraus. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Vermögensverwaltung rückt dieses Ziel in greifbare Nähe.
  • Bertrand Piccard fordert zu Disruption und einer Neugestaltung der Zukunft auf. Er selbst hat es uns vorgemacht.
  • Das Edutainment-Unternehmen Ludenso nutzt Augmented Reality (AR), um ein effizienteres Lernerlebnis zu ermöglichen. Kindliche Kreativität wird bewahrt und gefördert.
  • Robert Katzschmann, Professor an der ETH, geht davon aus, dass die Roboter der Zukunft Muskeln statt Motoren haben werden. Das Vorführgerät Soft Robotic Fish (SoFi) setzt Muskeln ein, um den Ozean zu erforschen.

Thematische Anlagen bieten innovative Anlagechancen, die direkt aus der Wissenschaft stammen

Bei der letzten ETH-Konferenz im November 2018 stand Homeschooling auf der Agenda. Damals glaubten alle, dass es noch 20 Jahre dauern würde, bis dieses Thema so richtig in Schwung kommt. Sechs Monate später brach COVID-19 aus und beschleunigte diesen Trend. Homeschooling etablierte sich schliesslich doch. Filippo Rima, Leiter Investment und regionaler Leiter Asset Management Schweiz bei Credit Suisse Asset Management, sieht darin eine Motivation für künftige Trends. Die Fähigkeit, globale Trends und innovative Lösungen beizeiten zu erkennen und sie in eine Anlagestrategie zu integrieren, gewinnt zusehends an Wichtigkeit.

Heute bewirkt Edutainment eine grundlegende Veränderung der Lehrsysteme. Zusammen mit anderen «Überzeugungsthemen» wie Sicherheit, Robotik, digitalem Gesundheitswesen, Umweltwirkung und Infrastruktur wird Edutainment sehr wahrscheinlich an Bedeutung gewinnen (siehe Fallstudie Ludenso unten).

Es stellt sich folgende Frage: Wie identifiziert man innerhalb dieses Bereichs Anlagethemen und -chancen? Ausschlaggebend für das Team Thematic Investment bei Credit Suisse Asset Management ist die enge Zusammenarbeit von eigenen Expertinnen und Experten mit Unternehmerinnen und Unternehmern. Gleichzeitig treten die Vermögensverwalterinnen und -verwalter an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heran. Um all dies zu ermöglichen, schloss die Bank 2018 eine Partnerschaft mit der ETH Zürich. Diese umfasst unter anderem Fördergelder für einen Robotiklehrstuhl.

«Die Zusammenarbeit zwischen ETH und Credit Suisse besteht schon seit den Gründerjahren der beiden Institutionen», sagt Prof. Dr. Joël Mesot, Präsident der ETH Zürich. Vor über 160 Jahren taten sich die ETH und die Schweizerische Kreditanstalt, wie die Credit Suisse damals hiess, zusammen, um den Gotthardtunnel zu bauen. Heute braucht es solche Partnerschaften, um technologische Entwicklungen wie etwa die Robotik zu fördern. Aufgabe ist es, die führende Position der Schweiz im Bereich innovativer Fähigkeit zu sichern.

Bertrand Piccard sieht erhebliche Anlagechancen im Zusammenhang mit Energiekrise und Infrastruktur

Der Spitzenplatz sei stark umkämpft und setze die Fähigkeit voraus, disruptiv zu denken und zu handeln, so Bertrand Piccard in seiner Eröffnungsrede. Wenn es etwas gibt, das der Psychiater, Forscher und Abenteurer nicht ausstehen kann, dann sind das die Worte: «Es geht nicht.» Doch genau diesen Satz hörte er bei seiner Suche nach Lösungen für die grossen Herausforderungen dieser Welt immer wieder. Nach eigener Aussage erhielt Piccard in der Regel die immergleiche Begründung dafür, warum es nicht gehe: «Weil es bisher noch niemand geschafft hat.»

Der 64-jährige Schweizer war jedoch grundsätzlich anderer Meinung. Wäre dem nicht so gewesen, wäre ihm nicht die erste Nonstop-Erdumrundung mit dem Ballon oder mit einem rein solarbetriebenen Flugzeug gelungen. «Bei Solar Impulse ging es nicht darum, Reisende zu befördern», erklärt Piccard. Ziel war es, zu demonstrieren, dass mit erneuerbaren Energien und sauberer Technologie unmöglich geglaubte Ziele erreicht werden können.

Bertrand Piccard hat sich das Ziel gesteckt, über 1’000 wirtschaftlich profitablen Lösungen zum Schutz der Umwelt zu identifizieren. «Der Weg vorwärts kann nicht nach bestehenden Regeln erfolgen», wie Piccard es formuliert. «Wir müssen unsere Wunschzukunft erfinden.»

Piccard und seine Kolleginnen und Kollegen betrachten die Energiekrise und die Modernisierung schwacher Infrastruktur als «die grössten Marktchancen des Jahrhunderts». Die Gesellschaft hingegen geht mit Ressourcen nach wie vor so um, als seien sie unerschöpflich. Stattdessen sollten wir sie auf «intelligente, clevere, effiziente und profitable» Weise nutzen, so Piccard.

Das Mindestziel von 1’000 profitablen technologischen Lösungen zur Reduktion von CO2-Emissionen, von Energie- und Wasserverbrauch sowie zur Förderung von Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft wurde bereits erreicht und weit übertroffen. Die Aufforderung, disruptiv zu denken und zu handeln, hat gegriffen.

Thematische Anlagen: Augmented Reality bietet zahlreiche Anlagechancen

Kindern, die heute in die Schule kommen, stehen insgesamt rund 13’000 Schulstunden bevor. Die meiste Zeit über werden sie alle in denselben Fächern unterrichtet, und dieselben Antworten werden von ihnen verlangt. «Das ist der Kreativität nicht gerade zuträglich», sagt Eirik Wahlstrom, Mitbegründer des norwegischen Unternehmens Ludenso. Damit verschwende man eine Menge Potenzial, meint er. Einer NASA-Studie zufolge bewegen sich 98 % aller Vier- und Fünfjährigen im Bereich Kreativität auf Genieniveau. Bei den Erwachsenen sind es nur noch 2 %.

Wie kann das enorme kreative Potenzial kleiner Kinder genutzt werden, um ihnen Schulwissen effizienter und nachhaltiger zu vermitteln? Ludenso setzt Technologien ein, die den Lernvorgang unterstützen und vereinfachen. Auf Augmented Reality (AR) basierende Anwendungen spielten hierbei eine wichtige Rolle.

So können zum Beispiel physische Bücher mit einer digitalen Ebene ausgestattet werden. Diese Ebene erweitert die analogen Inhalte um visuelle Informationen, oft in Form von Animationen. Das schlagende Herz auf dem Bildschirm des Mobiltelefons ist ein Beispiel für diese Technologie. Es motiviert Kinder dazu, mehr darüber herauszufinden.

Biomimetische Roboter sind ein vielversprechender Zukunftstrend

Forschende sind stets geneigt, von der Natur zu lernen. Auch Prof. Dr. Robert Katzschmann hat diesen Weg eingeschlagen – mit beeindruckenden Ergebnissen. Er ist Gründer und Leiter des Soft Robotics Lab der ETH Zürich. Am Beispiel eines hydraulischen Roboterfischs mit weichem Körper (SoFi) demonstriert er, wie ein künstliches Tier im dreidimensionalen Raum schwimmen kann. Die Fortbewegung erfolgt nach biomimetischen Prinzipien. Neue Generationen des SoFi imitieren biologische Merkmale noch stärker und sind nicht mehr auf rotierende Motoren angewiesen. Der Antrieb erfolgt ausschliesslich über Muskelkraft. Um dies zu erreichen, entwickelten Katzschmann und sein Team Systeme, die von synthetischen Muskeln angetrieben werden. Elektrische Impulse sorgen dafür, dass diese Muskeln sich zusammenziehen und entspannen.

Interessant an dieser Arbeit ist, dass im Labor direkt aus biologischen Zellen gezüchtete Muskeln künftig auch in Robotern eingesetzt werden können. «In fünf bis zehn Jahren wird es mehr Roboter geben, die echte Muskeln benutzen, als motorbetriebene», prophezeit Katzschmann.

Welche Anlagechancen bietet die Robotik?

Mechanik, künstliche Intelligenz (KI) und umfassende Konnektivität tragen alle dazu bei, die Robotik auf eine neue Stufe zu heben. Ziel ist es, in den konventionellen Branchen die Produktivität zu steigern und Medizin und Landwirtschaft sowie das häusliche Leben, Transport und viele andere Bereiche zu revolutionieren. Roboter halten Einzug in allen Aspekten des modernen Lebens und das ist erst der Anfang. Politische Entwicklungen in Bezug auf Robotik, Automation und künstliche Intelligenz könnten sich äusserst negativ auf das Thema Robotik auswirken.

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Datenquelle: Credit Suisse, ETH-Konferenz 2022: Thematisches Flaggschiff, ansonsten spezifiziert.

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