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Wandelanleihen und steigende Zinsen

Die Inflation ist zurück und dürfte auch das Ende der ultralockeren Geldpolitik einläuten. Wandelanleihen, weisen in solchen Marktphasen ein erstaunliches Verhalten auf.

April 8, 2022

Seit einigen Monaten steigen weltweit die Konsumentenpreisindizes. Teilweise kann dies auf temporäre Effekte wie etwa logistische Engpässe zurückgeführt werden. Es spricht auch einiges für eine permanentere Rückkehr der Inflation, etwa die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft oder die im Rahmen der aktuellen Geopolitisch Spannungen und Pandemie erfolgte eine Neuorientierung globaler Lieferketten.

Eine neue Phase an den Finanzmärkten

Trotz dem Krieg in der Ukraine gehen die Beobachter in den USA von mehreren Zinsanstiegen in diesem Jahr aus. Die Anleger haben sich bereits auf die neue Realität eingestellt und sind aus Staatsanleihen ausgestiegen, was deren Renditen in die Höhe schnellen lässt. An den Aktienmärkten leiden vor allem Wachstumstitel, deren zukünftige Gewinne heute entsprechend geringer bewertet werden. Was aber tun die Wandelanleihen? In ihrer Grundvariante bestehen sie aus einer Obligation mit einer Option auf Umwandlung in eine bestimmte Anzahl Aktien.

Wandler können überraschen

Wegen ihres hybriden Charakters ist nicht unmittelbar klar, wie sie sich in einem Umfeld steigender Zinsen verhalten. Wir haben einen Blick in die Vergangenheit geworfen und untersucht, wie sich diese Papiere seit Einführung der Refinitiv Wandelanleihen-Indizes per 1. 1. 1994 in Zeiten steigender Zinsen entwickeln. In dieser Zeit gab es zehn Perioden, in denen 10-jährige US-Staatsanleihen um mehr als ein Prozent zulegten. Wir haben zudem auch die jüngste Phase hinzugenommen, obwohl der laufende Zinsanstieg erst 0,55 Prozent beträgt.

Es erstaunt nicht, dass der globale Anleihen-index, der hauptsächlich aus Staatsanleihen und Investment-Grade-Unternehmensanleihen besteht, in diesen Perioden eher schlecht abschnitt, da tiefere Kreditrisikoprämien den Zinsanstieg meist nicht zu kompensieren vermochten. Wandelanleihen überraschten hin gegen positiv. Sie erzielten in 9 von 11 Zeiträumen eine positive Performance von durchschnittlich 9,5 Prozent, sie erreichten auch nahezu die Performance globaler Aktien. Die Hauptgründe dafür liegen wohl einerseits in der niedrigeren Duration von Wandelanleihen im Vergleich zu anderen festverzinslichen Instrumenten und andererseits in deren Aktienähnlichkeit.

Die hohe Aktienpartizipation von über 90 Prozent ist verschiedenen Aspekten geschuldet, zum Beispiel einer vorteilhaften Dynamik am Primärmarkt oder auch einer in diesen Phasen besonders hohen Streuung der Wertentwicklung der zugrundeliegenden Aktien. Dies ist in Kombination mit dem asymmetrischen Risikoprofil der Wandelanleihe eine günstige Ausgangslage. In der aktuellen Phase steigender Zinsen hat sich dies noch nicht gezeigt. Verantwortlich dafür sind primär die Verwerfungen an den Finanzmärkten infolge des Krieges in der Ukraine, und zum anderen das hohe Gewicht des wachstumsorientierten Technologiesektors bei den Wandelanleihen.

Dies bietet eine Einstiegsgelegenheit auf tieferem Niveau. Es sprechen somit zwei Gründe für eine Investition: ein historisch positiver Zusammenhang zwischen steigenden Zinsen und der Performance der Anlageklasse und tiefere Einstiegspreise im Vergleich zum 4. Quartal 2021.

Quelle: Credit Suisse
Daten per 28.02.2022
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Quelle: Credit Suisse, ansonsten vermerkt.
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