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Neue Bedürfnisse prägen Bauweise und Wohnformen

Wer in Städten bauen will, ist gefordert: Verfügbares Bauland ist rar, gleichzeitig wandeln sich die Bedürfnisse und Anforderungen von Mensch und Wirtschaft stetig. Die Immobilienbranche antwortet mit innovativen Angeboten für Wohnen und Arbeiten auf die Trends der Zukunft.

19. März 2021

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Die Nachfrage nach Wohn- und Büroraum an zentralen Lagen ist aufgrund der anhaltenden Zuwanderung in die Städte ungebrochen, der verfügbare Boden dafür ist allerdings begrenzt. Auch deshalb boomt die Verdichtung in den Städten. Oft werden dafür Baulücken geschlossen oder bestehende Bauten mit zusätzlichem Wohnraum ergänzt.

Eine platzsparende Möglichkeit ist das Bauen in die Höhe. Somit erstaunt nicht, dass Hochhäuser insbesondere in grösseren Städten im Trend liegen. Denn durch den Bau in die Höhe bleibt mehr Platz für attraktive Aussenräume am Boden.

Solo-Wohnlifestyle ist massentauglich

Als Folge des demografischen Wandels und der zunehmenden Urbanisierung steigt die Nachfrage nach flexiblen Wohnformen. Diese sollen ein hohes Mass an Individualität, Rückzugsmöglichkeiten und – je nach Wohnform – auch gemeinschaftlich genutztem Wohnraum für den Dialog und Austausch untereinander bieten.

Ende 2019 gab es in der Schweiz rund 1,37 Millionen Singlehaushalte1. Dies entspricht über einem Drittel der 3,8 Millionen Privathaushalte. Die Alleinwohnenden sind nicht nur junge Männer und ältere Frauen, wie dies früher der Fall war. Bedingt durch veränderte Lebensformen wohnen heutzutage Menschen jeden Alters allein – oft auch gewollt.

Darüber hinaus verändern sich die Wohnbedürfnisse mit zunehmendem Alter. In der Schweiz kommt die sogenannte Baby-boomer-Generation demnächst ins Rentenalter. Ihr Anteil an der Bevölkerung wächst auch in den Städten überproportional an. Pensionäre möchten so lange als möglich selbstständig wohnen. Da für die fitten Senioren ein Umzug in eine Alterswohnung oft nicht infrage kommt, suchen sie sich entsprechende Wohnformen.

Die urbanen Zentren üben auch auf junge und gut ausgebildete Menschen eine hohe Anziehungskraft aus. Sie legen oft viel Wert auf das Wohnen in den trendigen Lifestyle-Bezirken der Städte und wechseln ihre Wohnungen häufiger als Senioren.

In der Schweiz zieht man im Durchschnitt fast alle vier Jahre um – jedes Jahr sind dies ungefähr eine Million Menschen2. Und wer umzieht, mag nicht immer wieder neue Möbel kaufen, die mit dem Grundriss kompatibel sind.

Neuer Grundriss auf Knopfdruck

Immobilienentwickler bieten clevere Raumkonzepte an, bei denen man die Wände per Knopfdruck verschieben kann. So lässt sich der knappe Platz optimal nutzen und die Miete ist auch für eine junge Klientel erschwinglich. Solche Wohnungen bieten denselben Komfort wie herkömmliche Wohnungen, ermöglichen aber zudem je nach Bedarf unterschiedliche Raumaufteilungen. Die Designer setzen bei diesen Wohnungen auf multifunktionale, platzsparende Möbel.

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Trendige Hochhäuser

Auf das kontinuierliche  Wachstum  antwortet die Stadt Zürich u. a. mit baulicher Verdichtung: Seit 2001 sind dort 89 Gebäude entstanden, die höher als 25 Meter sind.

Die Wohnungen in den Hochhäusern sind zwar teuer, aber trotzdem begehrt.

Vorteile

  • Die Wohnungen sind hell und bieten Aussicht über die Stadt.
  • Als neue «Kathedralen» der Städte haben sie repräsentativen Charakter und sind begehrte Adressen. Ein Firmensitz in einem Hochhaus ist ein positiver Imagefaktor.
  • Verdichtung: Auf wenig Platz können viele Menschen wohnen und arbeiten.

Städtebauliche Voraussetzungen

  • Hochhäuser sind «Mikrostädte» in Städten und prägen die Skyline. Gebäude und Umgebung müssen erhöhten planerischen und gestalterischen Anforderungen entsprechen.

Herausforderungen

  • Damit das Hochhaus als «Mikrostadt» funktioniert, sollten im Erdgeschoss Einkaufsmöglichkeiten, Kultur- und Gastronomieangebote die Bedürfnisse der Bewohner abdecken.
  • Verdichtung mittels Hochhäusern finden sowohl Befürworter als auch Kritiker. Nicht selten schöpfen Anwohner politische Mittel aus, um die bauliche Verdichtung in die Höhe zu verhindern.
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Minihaus (Tiny House)3

Die Tiny-House-Bewegung stammt aus den USA. Die Kleinsthäuser haben einen geringen ökologi- schen Fussabdruck und entsprechen dem Minimalismus-Trend. Sie weisen Wohnflächen zwischen 8 und 40 m2 auf. Schweizer Städte prüfen, ob die Wohnform auf kleinem Fuss für die Siedlungs- entwicklung genutzt werden kann3.

 

Vorteile

  • Minihäuser füllen kleinere, urbane Baulücken.
  • Aufgrund der geringen Fläche liegen die Kosten für Bau und Unterhalt viel tiefer als bei her- kömmlichen Wohnungen und Häusern. Dank platzsparendem Design bieten sie genug Platz zum Wohnen.
  • Tiny Houses sind mobil. Wer in eine neue Stadt umzieht, nimmt sein Zuhause einfach mit.

Städtebauliche Voraussetzungen

  • Mobile Minihäuser benötigen einen Abstellplatz, der an die Infrastruktur der Stadt angeschlossen ist.

Herausforderungen

  • Ein Minihaus bedarf in der Schweiz einer Baubewilligung.
  • Für Familien mit Kindern sind Minihäuser aus Platzgründen nicht geeignet.

Weitere, auf die heutigen Bedürfnisse zugeschnittene Wohnungsangebote sind:

  • Altersgemischte Siedlungen – Alt und Jung wohnen hier in unterschiedlich grossen Wohnungen in einer Siedlung. Oft gehören zu einer Mehrgenerationen-Siedlung ein Spitex-Stützpunkt, eine Kinderkrippe und ein Kinderspielplatz.
  • Luxus im Cluster – Wer in einem Cluster wohnt, vereint die Vorteile einer luxuriösen Kleinstwohnung mit denjenigen einer Wohngemeinschaft. Neben einem grossen Aufenthaltsbereich und einer Wohnküche enthalten diese Wohnungen ein abschliessbares Zimmer mit Bad und einer kleinen Küche als Rückzugsort.
  • Studentenwohnung – Hier handelt es sich um die Budgetvariante des Cluster-Wohnens. Die Studentenwohnung ist eine klassische Zweck-WG und entlastet die individuellen Fixkosten. Komfort gibt es wenig, den Grossteil der Wohnungsflächen – sei es in der Stadt oder auf dem Unicampus – nutzen die Bewohner gemeinsam.

Global Real Estate

Credit Suisse Asset Management ist ein führender Anbieter von Immobilienanlagen. Unsere breite Palette an Immobilienlösungen umfasst verschiedene Regionen und Anlagetypen.

Ausbaustandards des 21. Jahrhunderts

Immobilien punkten heutzutage mit innovativen Ausbaustandards und einem Beitrag zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks. Als einer der führenden Bauherren und Immobilieninvestment-Manager setzt Global Real Estate von Credit Suisse Asset Management bereits seit 2009 mit dem ersten umfassenden Schweizer Gütesiegel greenproperty hohe Massstäbe für einen nachhaltigen Umgang mit Liegenschaften.

Zusätzlich zu den ökologischen Aspekten erhöhen weitere, oft digitale Services die Attraktivität einer Liegenschaft. Beispiele dafür sind:

  • Smart Sharing – Diese Philosophie trägt dazu bei, den CO2-Verbrauch zu reduzieren, etwa durch das Teilen von Autos. Damit unterstützen die Bewohner die Ziele der 2’000-Watt-Gesellschaft und leisten einen positiven Umweltbeitrag.
  • Infrastruktur für Elektrofahrzeuge – Global Real Estate stellt in ihren Gebäuden Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung.
  • Elektronisch abschliessbare Paket-Depots – Zulieferer deponieren Pakete sicher und trocken in den dafür vorgesehenen Depots. Der Gang zur Post entfällt.
  • Smart Lock – Das elektronische Schliesssystem ermöglicht, eine Wohn- und Gewerbeüberbauung digital zu steuern und zu überwachen. Die Verwaltung kann damit zum Beispiel kurzfristig und flexibel Zugangsberechtigungen vergeben oder entziehen.

Neue Anforderungen an Büros

Nicht nur die Gesellschaft ist im Wandel. Auch die Wirtschaft passt sich laufend den eingangs erwähnten Entwicklungen an. Gerade die steigende Nachfrage nach flexiblen Arbeitsplätzen in den Stadtzentren führt dazu, dass bestehende Bauten umgenutzt werden. Ein Beispiel dafür ist der Baslerpark in Zürich-Altstetten, der 1991 gebaut wurde. Vor rund 20 Jahren bot dieser Ort über 1’000 Arbeitsplätze. Im Zuge des Strukturwandels in der IT-Branche zogen Mieter aus, ein modernes Konzept sollte das Gebäude wieder beleben. Baslerpark wurde 2009 von einem neuen Eigentümer erworben und zu einem attraktiven Business-Center mit Concierge-Desk, Sitzungszimmern und Cafeteria umgebaut. Doch nicht nur das Innere wurde erneuert, auch der Aussenbereich wurde modernisiert. Der Baslerpark ist seither wieder belebt, voll vermietet und steht für eine innovative Arbeitsumgebung, Co-Working- Spaces und Start-ups.

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* Fertigstellung ca. 2021

Büromieter legen heutzutage Wert auf Nachhaltigkeitsaspekte sowie moderne digitale Ausstattungen. Die Urbanisierung führt zu einer höheren Nachfrage nach gemischt nutzbaren Bürogebäuden, die gleichzeitig Fitnesscenter, Dachgärten oder Konferenzsäle integrieren.

Die Zeiten, in denen sich Mitarbeitende in Einzelbüros zurückziehen, sind vorbei. Anstelle starrer Strukturen sind flexible Offices gefragt. In COVID-19-Zeiten gewinnen Platzverhältnisse wie auch Raumaufteilung und -klima zusätzlich an Bedeutung. Da Office-Präsenz auch zukünftig eine höhere Qualität als virtuelle Meetings geniessen wird, bleibt die Nachfrage nach Büroflächen an zentralen Lagen auch während Home-office-Zeiten bestehen. Was sich jedoch ändert, ist der Anspruch an die flexible Nutzung von Büroflächen.

Immobilienentwickler antworten darauf beispielsweise mit Pay-per-Use-Büroflächen. Hier lassen sich je nach Bedarf Arbeitsplätze, Meetingräume oder auch technische Geräte und IT-Services hinzumieten. Die Ausstattung ermöglicht Arbeitswelten, welche die unterschiedlichen Formen der Kommunikation unterstützen.

Städte erfinden sich neu

Der Urbanisierungstrend wird sich in den kommenden Jahrzehnten fortsetzen. Doch wie sieht das urbane Leben der Zukunft aus? Tatsache ist: Die Räume, in denen wir wohnen und arbeiten, unterliegen einem stetigen Wandel. Der Wohnraum orientiert sich an den Lebensstilen der Menschen, der Arbeitsraum an den Bedürfnissen der Wirtschaft. In bestehenden Immobilien manifestieren sich diese Entwicklungen erst sehr spät. Mit neuen, teilweise bereits umgesetzten innovativen Konzepten beweist die Branche, dass sie Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft hat.

1 https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/stand-entwicklung/haushalte.html
https://www.movu.ch/de/umzugsstudie-2017/
3 https://www.bernerzeitung.ch/mit-minihaeusern-koennte-im-kanton-bern-platz-gespart-werden-560744517654

Quelle: Credit Suisse, ansonsten vermerkt.
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