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«Immobilienanlagen haben auch 2022 viel Potenzial»

Das Umfeld für Immobilienanlagen entwickelt sich günstig. Dazu tragen unter anderem die weiterhin günstige Zinssituation und der anhaltende Aufschwung bei. Olafur Margeirsson vom Global Research von Credit Suisse Asset Management sieht aber auch Anpassungsbedarf im Markt.

13. April 2022

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Immobilienanlagen werden 2022 von den historisch niedrigen Zinsen sowie der Entwicklung der Weltwirtschaft profitieren. Letztere hat sich seit ihrem pandemiebedingten Einbruch im Jahr 2020 in den meisten Märkten wieder erholt. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Und mehr noch: Auf die Rezession wird eine noch nie da gewesene Erholung folgen. Darüber sind sich Experten einig. Sie prognostizieren für 2022 ein Wachstum, das über dem langjährigen Trend liegt.

Credit Suisse Research rechnet damit, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr real um 3,6% wächst. Olafur Margeirsson, (Global Research, Credit Suisse Asset Management) schränkt aber ein: «Es gibt grosse regionale Unterschiede bei der Wachstumsdynamik.» So soll der Zuwachs des realen Bruttoinlandprodukts (BIP) in den USA beispielsweise bei 3,3% liegen. Das entspricht einem deutlichen Plus gegenüber dem langfristigen lokalen Trend von 1,7%. Innerhalb der Eurozone wird den Ländern Frankreich, Italien und Spanien für 2022 ein jährliches Wachstum von 3,2 bis 4,4% vorhergesagt. Für Deutschland liegt die Prognose bei einer Steigerung von 2,2%. Und das, obwohl der langfristige nationale Trend hier lediglich einen Zuwachs von 1,1% aufweist. In der APAC-Region ist China die einzige grosse Volkswirtschaft, die 2022 wahrscheinlich ein unter dem Trend liegendes Wachstum verzeichnen wird. Hintergrund sind die anhaltenden Probleme in der Bau- und Immobilienbranche. Das unmittelbare Risiko für die Finanzstabilität sollte jedoch begrenzt sein. Weiter erwarten die Experten in anderen Ländern der Region, wie zum Beispiel Australien, ein historisch hohes Wachstum für das laufende Jahr.

Immobilienanlagen werden von diesem anhaltenden Aufschwung profitieren. Olafur Margeirsson rechnet mit Erträgen im mittleren einstelligen Prozentbereich: «Neben der Konjunkturerholung spricht eine Vielzahl weiterer Faktoren, wie beispielsweise die niedrigen Zinsen, zugunsten einer nachhaltigen Rendite für Immobilienanlagen.»

Nachlassende Inflation

Der Inflationsanstieg war eines der zentralen Themen des Jahres 2021. Vielerorts hat er die Marke von 5% überschritten. Der Krieg in der Ukraine und die steigenden Energiepreise haben die Normalisierung der Inflation verzögert. Für 2022 wird erwartet, dass die globale Inflationsrate auf einem erhöhten Niveau von 5,9% verharrt. Die entscheidende Frage ist, wie die Zentralbanken darauf reagieren werden. Einer Prognose der US-Notenbank (Fed) vom Dezember 2021 zufolge sind bis Ende 2022 fünf bis sechs Zinsschritte wahrscheinlich. Die Europäische Zentralbank wird die Zinsen in Europa bis Ende 2022 voraussichtlich unverändert lassen. Olafur Margeirsson bleibt zuversichtlich: «Das Zinsniveau dürfte – besonders in Europa – nur geringfügig steigen und die Rahmenbedingungen für Immobilienanlagen damit weiterhin attraktiv bleiben.»

Renditen im Vergleich
Attraktive Renditen im Immobilienmarkt. Dies zeigt ein Vergleich verschiedener Immobiliensegmente mit den 10-jährigen deutschen Bundesanleihen.

Renditen im Vergleich
Quelle PMA Weder historische noch zukünftige Renditeangaben und Finanzmarktszenarien sind verlässlicher Indikator für laufende und zukünftige Ergebnisse.

Logistikimmobilien glänzen

Die Pandemie hat dazu beigetragen, bereits länger bestehende strukturelle Trends zu beschleunigen. So stieg beispielsweise die Nachfrage nach Flächen, auf denen Waren gelagert oder verteilt werden, nochmals rasant an. Hintergrund ist die pandemiebedingte Verschiebung vom stationären zum Onlinehandel. «Der Markt für Logistikimmobilien ist damit einer der grossen Profiteure der Corona-Pandemie», sagt Olafur Margeirsson. «Neben lokalen Logistikzentren in den Metropolregionen gehören Standorte an Transportknotenpunkten mit Anschluss an Autobahnen, Häfen und Flughäfen zu den attraktivsten Investitionsstandorten.» Derartige Liegenschaften stehen jedoch nur in begrenzter Zahl zur Verfügung und sind hart umkämpft. Nicht ohne Grund. Denn mit ihnen wird Mietwachstum realisiert und hohe Renditen erzielt. Dies wird auch zukünftig so bleiben.Nachhaltig investieren

Die Kriterien Umwelt, Soziales und Governance (ESG*) stehen ganz oben auf der Agenda der Immobilienbranche. Die Bereitschaft, auf zukunftsfähige Lösungen zu setzen, ist gross. Denn der Trend, nachhaltig zu investieren, ist zum einen ein Instrumentarium, um Immobilienanlagen zukunftssicherer zu machen. Und zum anderen auch eine Reaktion auf den Wunsch von Stakeholdern und Gesellschaft, sich proaktiv den Herausforderungen der Klimakrise zu stellen. Hochwertige Büros, bei denen Nachhaltigkeit und Wohlbefinden im Vordergrund stehen, sind am besten geeignet, um von diesem Trend zu profitieren.

Nachhaltig investieren

Die Kriterien Umwelt, Soziales und Governance (ESG*) stehen ganz oben auf der Agenda der Immobilienbranche. Die Bereitschaft, auf zukunftsfähige Lösungen zu setzen, ist gross. Denn der Trend, nachhaltig zu investieren, ist zum einen ein Instrumentarium, um Immobilienanlagen zukunftssicherer zu machen. Und zum anderen auch eine Reaktion auf den Wunsch von Stakeholdern und Gesellschaft, sich proaktiv den Herausforderungen der Klimakrise zu stellen. Hochwertige Büros, bei denen Nachhaltigkeit und Wohlbefinden im Vordergrund stehen, sind am besten geeignet, um von diesem Trend zu profitieren.

Veränderte Büroflächen gefragt

Die pandemiebedingten Lockdowns der zurückliegenden zwei Jahre haben die Akzeptanz des Homeoffice vorangetrieben. Gleichwohl ist es unwahrscheinlich, dass Unternehmen ihre Büroräume komplett aufgeben werden. Denn sie sind wichtig, um Arbeitswelten zu schaffen, an denen Zusammenarbeit zwischen und innerhalb von Teams gefördert wird, man sich persönlich mit den Kollegen austauschen und gemeinsam an neuen Ideen arbeiten kann. Dennoch ist klar: Die Welt der Arbeit befindet sich im Wandel. Und mit ihr das Büro als Ort der Arbeit. Gefragt sind qualitativ hochwertige Liegenschaften mit umfangreichen Gemeinschaftsflächen sowie flexiblen Nutzungs- und Servicekonzepten. Sie versprechen, dem Büro als Ort des Arbeitens neues Leben zu verleihen – zum Vorteil der Mieter wie auch der Anleger.

Rahmenbedingungen insgesamt günstig

Alles in allem dürfte 2022 ein Jahr der Erholung und des Übergangs nach der Pandemie werden. Olafur Margeirsson ist auf jeden Fall optimistisch: «Angesichts von Faktoren wie der Klimakrise und dem demografischen Wandel bewegt sich die Welt auf eine neue Wirtschaftsordnung zu. Für Anleger bietet das durchaus Chancen.» Denn die globale Wirtschaft dürfte auch im nächsten Jahrzehnt weiterwachsen, wenngleich das Wachstum sprunghafter und volatiler sein dürfte als in der jüngeren Vergangenheit. «Deshalb sind Sektoren gefragt, die von langfristigen Wachstumstreibern gestützt werden. Zu ihnen gehören Logistikimmobilien.» Margeirsson geht insgesamt davon aus, dass Immobilienwerte 2022 positive Erträge im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen werden.

Das Büro ist tot. Lang lebe das Büro.

Trotz allen Vorteilen des Homeoffice sind viele Menschen froh, wieder ins Büro zurückkehren zu können. Doch damit diese positive Einstellung nachhaltig haften bleibt, braucht es neuartige Arbeitswelten. Das Büro muss zum Wohlfühlort werden, wo Arbeiten Spass macht.

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* ESG steht für Environmental, Social and Governance (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Weitere Informationen unter credit-suisse.com/am/esg