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Sustainable Investing at Credit Suisse Asset Management

(Die Informationen gelten ab dem 10. März 2021)

Vorwort

Wir bei Credit Suisse Asset Management («CSAM») haben es uns zum Ziel gesetzt, in der Finanzbranche beim Thema Nachhaltigkeit eine führende Stellung einzunehmen. Im September 2019 kündigten wir unsere Absicht an, ESG-Faktoren (Umwelt, Soziales und Governance) in den Anlageprozess aller traditionellen Anlageklassen in der Schweiz und der Region EMEA zu integrieren. Seitdem haben wir grosse Fortschritte beim nachhaltigen Investieren und der ESG-Integration in unseren Kernanlageklassen gemacht. Seit Ende 2020 umfasst unser Angebot 112 nachhaltige Produkte. In Bezug auf die Stimmrechtsvertretung arbeiten wir mit unserem externen Partner ISS zusammen, um die Abdeckung durch die Festlegung regionaler Abstimmungsrichtlinien zu erhöhen. Ferner haben wir unser dediziertes ESG-Team ausgebaut, um unser Nachhaltigkeitsengagement weiter zu stärken.

Für die Zukunft haben wir uns verpflichtet, Anlageprodukte und -dienstleistungen weiter zu entwickeln und zu fördern, die finanzielle Renditen anstreben und gleichzeitig Vorteile im Hinblick auf die ESG-Themen bieten. Wir sind davon überzeugt, dass dieser Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit nicht nur mit unserer treuhänderischen Pflicht im Einklang steht, sondern dazu beiträgt, den Wert unserer Kundenportfolios zu schützen und zu steigern. Verantwortung gegenüber unseren Kunden ist jedoch nicht der einzige Grund für unseren Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit: Wir sind uns auch zunehmend der Auswirkungen bewusst, die unsere finanziellen Investitionen auf unsere Umwelt und unsere Gesellschaft haben.

Credit Suisse Asset Management Sustainable Investing Policy

Wir bei Credit Suisse Asset Management («CSAM») engagieren uns ganzheitlich für das nachhaltige Investieren. Nachhaltiges Investieren bezieht sich auf die Integration von ESG-Faktoren (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) in die Anlageentscheidungen. Wir stellen sicher, dass unser nachhaltiges Produktangebot die hohen Erwartungen unserer Kunden und unsere eigenen hohen Standards erfüllt, indem wir im Rahmen der CSAM Sustainability Investing Policy dedizierte Prinzipien und Prozesse für das nachhaltige Investieren festlegen. Die CSAM Sustainable Investing Policy gilt für alle Portfolios, für die ESG-Aspekte im Anlageprozess berücksichtigt werden oder für die ein nachhaltiges Anlageziel festgelegt wurde. Ein dediziertes ESG-Team von CSAM ist für die Sustainable Investing Policy verantwortlich.

Ganzheitlich bedeutet, dass ESG-Faktoren an verschiedenen Punkten im Anlageprozess berücksichtigt werden. Wir richten uns bei der Festlegung des Anlageuniversums nach ESG-Faktoren, wir weiten unser traditionelles Research aus, um Nachhaltigkeitsaspekte zu berücksichtigen, wir berücksichtigen ESG-Faktoren bei der Titelselektion und wir überwachen das so entstandene Portfolio im Hinblick auf seine Nachhaltigkeitsaspekte. Wir integrieren ESG-Faktoren in den Anlageprozess, indem unsere Anlageteams Nachhaltigkeitschancen identifizieren, Nachhaltigkeitsrisiken steuern und nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen berücksichtigen. Wir unterstützen Nachhaltigkeitsinitiativen durch die Stimmrechtsvertretung, die aktive Teilnahme an Generalversammlungen und die Einflussnahme gegenüber Unternehmen. ESG-Kriterien werden bei konkreten Anlageentscheidungen und im Risikomanagement berücksichtigt. Ausserdem bieten wir eine ausführliche ESG-spezifische Berichterstattung, um die Transparenz für unsere Kunden zu erhöhen.

Die Sustainable Investing Policy von Credit Suisse Asset Management nach den Vorgaben des Credit Suisse Sustainable Anlagen Framework.

CSAM und Credit Suisse sind aktive Mitglieder einer Reihe von Nachhaltigkeitsnetzwerken und -initiativen weltweit.

Zusammenfassung der CSAM Sustainable Investing Policy

Portfolios, die eine nachhaltige Anlagestrategie verfolgen, integrieren ESG-Faktoren in den Anlageentscheidungsprozess, um die Nachhaltigkeit des Portfolios zu steigern, um das erwartete Risiko-Rendite-Profil zu verbessern oder um bestimmte nachhaltige Anlageziele zu erreichen. Die Relevanz individueller ESG-Faktoren ist von der allgemeinen Anlagestrategie und dem Anlageuniversum abhängig.

CSAM prüft, quantifiziert und veröffentlicht monatliche Ratings in Bezug auf die folgenden ESG-Faktoren im Anlageportfolio gemäss der MSCI ESG Key Issue Hierarchy:

1.   Umwelt (E):

  • Faktor Klimawandel (einschliesslich verschiedener Datenpunkte zu Kohlenstoffemissionen)
  • Faktor Umweltchancen (einschliesslich verschiedener Datenpunkte zu erneuerbarer Energie und Technologie)
  • Faktor Natürliches Kapital (einschliesslich Datenpunkten zu sauberem Wasser und Artenvielfalt)
  • Faktor Luftverschmutzung und Abfall (einschliesslich Datenpunkten zu Abfallbewirtschaftung und giftigen Emissionen)

2.   Soziales (S):

  • Faktor Humankapital (einschliesslich Datenpunkten zu Gesundheit und Sicherheit)
  • Faktor Produkthaftung (einschliesslich Datenpunkten zu Produktsicherheit und verantwortlichem Investieren)
  • Rating des Stakeholder-Widerstands, Faktor soziale Chancen (einschliesslich Datenpunkten zum Zugang zu Gesundheitsversorgung und Kommunikation)

3.   Unternehmensführung (G):

  • Faktor Unternehmensführung (einschliesslich Datenpunkten zu Eigentumsverhältnissen, Kontrolle und Vergütung)
  • Faktor Unternehmensverhalten (einschliesslich Datenpunkten zu Geschäftsethik und Steuertransparenz)

Weitere Informationen zur MSCI ESG Key Issue Hierarchy und der Berechnungsmethode für die einzelnen Faktoren finden Sie unter: https://www.msci.com/our-solutions/esg-investing/esg-ratings.

Die veröffentlichten Ratings der ESG-Faktoren auf Portfolioebene werden durch eine gewichtete Summierung der verfügbaren Ratings der zugrunde liegenden Wertpapiere berechnet. Die Ratings für Umwelt, Soziales bzw. Unternehmensführung sowie ein ESG Gesamtrating wird für jedes Portfolio ausgewiesen.

In den folgenden Abschnitten werden die wichtigsten Prinzipien der Sustainable Investing Policy zusammengefasst:

Prinzip 1: Erfüllen der treuhänderischen Pflicht gegenüber unseren Kunden

Wir sind davon überzeugt, dass unser Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit nicht nur mit der treuhänderischen Pflicht von CSAM im Einklang steht, sondern uns ausdrücklich dabei unterstützt, im besten Interesse unserer Kunden zu handeln. Unseres Erachtens ermöglicht die Berücksichtigung von ESG-Faktoren eine fundiertere Anlageentscheidung. Wir sind uns nicht nur unserer Verantwortung gegenüber unseren Kunden bewusst, sondern legen auch Wert darauf, die negativen Folgen unserer finanziellen Anlagen für unsere Umwelt und unsere Gesellschaft zu minimieren und die positiven Auswirkungen zu fördern.

Prinzip 2: Anwendung des ESG-Ausschlussverfahrens

CSAM hat drei Ausschlusskategorien festgelegt:

1.    Normenbasierte Ausschlüsse:
Kategorischer Ausschluss von Unternehmen, die gegen internationale Abkommen zu kontroversen Waffen verstossen, wie das Übereinkommen über Streumunition, die Chemiewaffenkonvention, die Biowaffenkonvention und der Atomwaffensperrvertrag.

2.    Wertebasierte Ausschlüsse:

  • Ausschluss von Unternehmen, deren Umsätze in den folgenden Sektoren einen Schwellenwert von 5 % überschreiten: konventionelle Waffen und Feuerwaffen, Tabakproduktion, Glücksspiel und Erwachsenenunterhaltung.
  • Ferner gilt eine Umsatzschwelle von 20 % für Investitionen in Kohle (Gewinnung und Produktion von Strom). Wir behalten uns zudem das Recht vor, diese Schwelle im Verlauf der Zeit zu senken, um den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft widerzuspiegeln.
  • Ferner werden Unternehmen ausgeschlossen, deren Umsätze einen Schwellenwert von 20 % aus dem Tabakverkauf sowie aus Unterstützungssystemen und Dienstleistungen für konventionelle Waffen überschreiten.

3.    Verhaltensbasierte Ausschlüsse:

  • Unternehmen, die systematisch gegen internationale Normen verstossen, deren Verstoss besonders schwerwiegend ist oder deren Geschäftsführung nicht bereit ist, notwendige Reformen umzusetzen, werden auf eine Watchlist gesetzt und gegebenenfalls vom unternehmensweiten Anlageuniversum ausgeschlossen. Dieser Prozess wird von dedizierten Komitees geleitet, die für die endgültige Liste von ausgeschlossenen Unternehmen und dafür verantwortlich sind, dass die Liste den Anlageteams zeitnah zur Verfügung steht.
  • Ausschlüsse gelten als letztes Mittel. Die Einflussnahme auf Portfoliounternehmen gilt generell als wirksamer, um zukünftige Verstösse zu verhindern. Unternehmen, die bereit sind, Massnahmen zu ergreifen, arbeiten gegebenenfalls über einen längeren Zeitraum mit Credit Suisse zusammen. Die Geschäftsleitung einigt sich mit Credit Suisse auf Ziele und Fristen für die Verbesserung.Exclusions are monitored with pre- and post-trade checks.

Ausschlüsse werden durch Prüfungen vor und nach Transaktionen überwacht.

Ausschlüsse aufgrund von Normen, Werten und Geschäftspraktiken sind im Regelwerk für nachhaltige Anlagen der Credit Suisse definiert. Wir verweisen darauf, dass sich diese Ausschlusskriterien im Laufe der Zeit ändern können.

CSAM schliesst Unternehmen, die gegen die in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des SVVK-ASIR definierten Normen verstossen, aus allen ihren aktiv und passiv verwalteten Portfolios börsenkotierter Aktien und Anleihen aus. Weitere Ausschlüsse für passiv verwaltete Portfolios basieren auf dem Anlageuniversum des jeweiligen ESG-Index.

CSAM wendet Ausschlüsse aufgrund von Normen, Werten und Geschäftspraktiken auf aktiv verwaltete, nachhaltige Portfolios börsenkotierter Aktien und Anleihen an. Im Zusammenhang mit normenbasierten Ausschlüssen wendet CSAM neben den Empfehlungen des SVVK-ASIR weitere Ausschlüsse durch Festlegung von Schwellenwerten für Einnahmen beispielsweise aus der Produktion von Bereitstellungssystemen und Komponenten für kontroverse und/oder nukleare Waffen an. 

Prinzip 3: ESG-Integration oder die Anlage mit einem Nachhaltigkeitsziel

1. ESG-Integration
CSAM integriert ESG-Faktoren an verschiedenen Punkten des Anlageprozesses, indem wir finanzielle Informationen mit ESG-Informationen kombinieren. Die ESG-Integration unterscheidet sich je nach Anlageklasse, Anlagestil und Verfügbarkeit von ESG-Daten und -Tools. Die jeweiligen Massnahmen zur ESG-Integration werden für jede Anlageklasse festgelegt und sind im Folgenden beschrieben.

2. Anlegen mit einem Nachhaltigkeitsziel

CSAM implementiert Anlagestrategien, welche in Unternehmen investieren, die Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bieten und ein nachhaltiges Anlageziel verfolgen. Das nachhaltige Anlageziel wird durch einen dedizierten Anlageprozess erreicht, der sich auf Anlagen in Themen und Sektoren konzentriert, deren wirtschaftliche Aktivitäten auf bestimmte ESG-Herausforderungen eingehen. In der Regel bedeutet dies Investitionen in Unternehmen oder Strategien, die mindestens eines der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen verfolgen.

Bei passiv verwalteten Strategien bedeutet dies das Nachbilden eines Index mit einem Nachhaltigkeitsziel.

Prinzip 4: Anwendung von Active Ownership

CSAM stellt durch die Einflussnahme und die Stimmrechtsausübung sicher, dass Portfoliounternehmen eine gute Unternehmensführung aufweisen. 

Erfahren Sie mehr über Active Ownership.

Weitere Informationen finden Sie im Active Ownership Report, in unserer Mitwirkungspolitik und auf dem Proxy-Voting-Dashboard.

Prinzip 5: Berichterstattung und Transparenz

Nachhaltigkeitsinformationen auf Produktebene werden monatlich in einem gesonderten ESG-Abschnitt in den monatlichen Fund Factsheets bereitgestellt, die die Nachhaltigkeitskriterien, wie unten dargelegt, enthalten. Die Fund-Factsheets finden Sie auf Fund Gateway.

Das obige Beispiel zeigt den ESG-Abschnitt eines ESG-Aktienfonds. Andere Anlageklassen veröffentlichen möglicherweise andere Inhalte.

Zusätzlich zu den monatlichen Fund-Factsheets auf Produktebene veröffentlichen einzelne thematische Aktienfonds einen Wirkungs- und Engagementbericht. Hier finden Sie ein Beispiel für unseren Credit Suisse (Lux) Edutainment Fund

Sonderthemen

Behandlung von Derivaten und Short-Positionen

Derivate können als Instrumente für das technische Portfoliomanagement, zu Absicherungszwecken oder als zusätzliche Renditequelle eingesetzt werden. Der Einsatz von Derivaten darf nicht im Widerspruch zum verantwortungsbewussten Charakter der ESG-Strategie eines Produkts stehen. Die zulässigen Arten von Derivaten bestimmt in der Regel der Fondsprospekt. Die zugrunde liegenden Vermögenswerte werden ähnlich wie eine Direktanlage in einen solchen Vermögenswert im Einklang mit den folgenden Bestimmungen für Einzelaktien-Futures und Credit Default Swaps (CDS) auf Einzeltitel bewertet:

  1. Short-Positionen auf Einzeltitel, Einzelaktien-Futures, Einzelaktienoptionen und der Kauf von Absicherungen über Einzeltitel-CDS sind nicht zulässig, wenn sie Unternehmen betreffen, die ausgeschlossen sind, da ihre Geschäftsaktivitäten gemäss dem Credit Suisse Sustainable Anlagen Framework gegen Normen verstossen.
  2. Short-Positionen auf Einzeltitel, Einzelaktien-Futures, Einzelaktienoptionen und der Kauf von Absicherungen über Einzeltitel-CDS sind zulässig, wenn sie Unternehmen betreffen, die ausgeschlossen sind, weil ihre Geschäftsaktivitäten gemäss dem Credit Suisse Sustainable Anlagen Framework gegen Werte verstossen.
  3. Im Hinblick auf Punkt (2) oben sind Renditekurven-Transaktionen von Unternehmen, die wegen wertbasierten Verstössen ihrer Geschäftsaktivitäten gemäss dem Credit Suisse Sustainable Anlagen Framework ausgeschlossen sind, nur dann zulässig, wenn der Nennwert der Anleihen-Short-Position dem Nennwert der Anleihen-Long-Position entspricht.

Obergrenze für fehlende ESG-Daten pro Produkt

Maximal 20 % eines nachhaltigen Anlageportfolios dürfen in Wertpapiere von Unternehmen investiert werden, für die keine ESG-Informationen vorliegen. Dies gilt insbesondere für Anlageklassen, für die ESG-Faktoren bislang noch unzureichend definiert sind oder die noch nicht von externen Datenanbietern (z. B. Hedgefonds) abgedeckt werden. Wir rechnen damit, dass diese Obergrenze im Lauf der Zeit enger gefasst wird, da ESG-Anlagekonzepte und die Research-Abdeckung zu ESG-Faktoren, ob intern oder extern, immer häufiger werden. Der nicht abgedeckte Anteil eines nachhaltigen Anlageportfolios sind im ESG-Abschnitt der Fund-Factsheets aufgeführt.

ESG-Daten und -Research

Wir setzen eine Reihe von externen ESG-Researchanbietern und Ratingagenturen zusätzlich zu unseren internen Nachhaltigkeits- und Finanzanalysen ein. Wir beziehen unser externes ESG-Research vorwiegend von MSCI, RepRisk und ISS. Unsere ESG-Kerndaten sind in unserer Portfoliomanagementsoftware Aladdin von BlackRock vollständig integriert.

Portfolioüberwachung

Credit Suisse Asset Management führt täglich Überprüfungen der Compliance vor und nach Transaktionen durch. Werden Verstösse gegen unsere Ausschlusskriterien aufgedeckt, folgen wir einem angemessenen Eskalationsprozess. Alle Verstösse werden archiviert und die Geschäftsleitung von CSAM wird monatlich über alle Verstösse informiert. Datenquellen für unsere täglichen Überwachungsaktivitäten sind unsere Portfoliomanagementplattform Aladdin von BlackRock (Positionsdaten) und MSCI ESG (Daten zu Geschäftsaktivitäten) sowie individuelle externe Quellen wie Evalueserve.

 

Regulatorische Offenlegungen

Transparenz bei den Strategien für den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken Gemäss Artikel 3 der Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor müssen Finanzmarktteilnehmer auf ihren Websites Informationen über ihre Strategien für den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken bei ihren Investitionsentscheidungsprozessen veröffentlichen.

Nachhaltigkeitsrisiken bezeichnen Ereignisse oder eine Bedingungen in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, dessen beziehungsweise deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf den Wert der Investition haben könnte. Die Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsrisiken wird durch die Eintrittswahrscheinlichkeit, das Ausmass und den Zeithorizont des Risikos bestimmt. CSAM ist davon überzeugt, dass die Berücksichtigung wesentlicher Faktoren betreffend Umwelt-, Sozial- und Unternehmungsführung (Environmental, Social, Governance; ESG) in der Finanzanalyse und in den Anlageentscheidungen von zentraler Bedeutung ist und im Laufe der Zeit Risiken reduzieren und zu besseren Anlageergebnissen führen kann. Nachhaltigkeitsthemen sind ein integraler Bestandteil unseres Risikoprüfungsprozesses. Wir erfassen diese Risiken laufend und integrieren Nachhaltigkeitsfaktoren in unser Investment-Research, unsere Analysen, unseren Anlageprozess und unser Risikomanagement.

Die CSAM Sustainable Investing Policy, eine Richtlinie für nachhaltiges Investieren, legt fest, wie ESG-Faktoren in den Anlageprozess einbezogen werden sollen, um nachhaltigkeitsbezogene Chancen zu identifizieren und Nachhaltigkeitsrisiken zu reduzieren.

Nachhaltigkeitsrisiken können als Unterkategorie der traditionellen Risikoarten (z. B. Kredit-, Markt-, Liquiditäts-, Betriebs- und Strategierisiko) verstanden werden und werden im Rahmen von Risikomanagementprozessen identifiziert und gesteuert. Da sich die Nachhaltigkeitsrisiken der einzelnen Anlageklassen und Anlagestile unterscheiden, werden sie auf Portfolioebene definiert. CSAM identifiziert Nachhaltigkeitsrisiken, indem es das Sektor-, Branchen- und Unternehmensrisiko des Portfolios entweder absolut oder im Vergleich zum Referenzindex betrachtet. Eigene Analysen können durch spezifische Rahmen unterstützt werden, die die für ein Unternehmen wesentlichen branchenspezifischen ESG-Faktoren definieren.

Transparenz nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen auf Ebene des Unternehmens Gemäss Artikel 4 der Offenlegungsverordnung (EU) 2019/2088 sind Finanzmarktteilnehmer verpflichtet, eine Erklärung über Strategien zur Wahrung der Sorgfaltspflicht im Zusammenhang mit den wichtigsten nachteiligen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren zu veröffentlichen und auf ihren Websites bereitzustellen.

Die unten im Abschnitt «Anwendbarkeit» angeführten juristischen Personen berücksichtigen wesentliche nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen im Rahmen ihres Anlageentscheidungsprozesses. 

Darüber hinaus müssen die Finanzmarktteilnehmer in die bereitgestellten Informationen Folgendes aufnehmen: 

  • Informationen über ihre Strategien zur Feststellung und Gewichtung der wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen und Nachhaltigkeitsindikatoren

Für alle Portfolios gilt, dass Sektoren und Unternehmen, die nachweislich nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaft oder die Umwelt haben, im Rahmen des regulären Due-Diligence-Prozesses aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen werden. Hersteller umstrittener Waffen wie Landminen und Streubomben sowie nuklearer, biologischer und chemischer Waffen sind ausgeschlossen (normenbasierte Ausschlüsse).

Für Portfolios mit einer nachhaltigen Anlagestrategie werden in der CSAM Sustainable Investing Policy Techniken zur Identifizierung und Priorisierung prinzipiell negativer Nachhaltigkeitsauswirkungen und -indikatoren beschrieben. Diese Richtlinie legt unter anderem klare Kriterien für den Ausschluss von Unternehmen fest, die einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft oder auf die Umwelt ausüben. Diese Ausschlusskriterien werden von den Anlageteams im Rahmen des Anlageentscheidungsprozesses berücksichtigt und unabhängig überwacht. Darüber hinaus identifiziert CSAM für seine Portfolios mittels eigener Analysen und spezifischer Rahmen, die branchenspezifische ESG-Faktoren definieren, diejenigen ESG-Faktoren, die negative Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit haben können.

  • eine Beschreibung der wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen und aller in diesem Zusammenhang ergriffenen oder gegebenenfalls geplanten Massnahmen

Derzeit ist noch nicht abschliessend geklärt, inwieweit Indikatoren für wesentliche nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen im Sinne der Regulatory Technical Standards (RTS Level 2) bei Anlageentscheidungen eines Finanzmarktteilnehmers berücksichtigt werden können. Der Grund liegt darin, dass die Datenverfügbarkeit zu diesen Indikatoren begrenzt ist und die Unternehmen, in die investiert wird, möglicherweise noch nicht alle erwarteten relevanten ESG-Informationen liefern können. Die im unten stehenden Abschnitt «Anwendbarkeit» aufgeführten juristischen Personen sind in ihrer Rolle als Finanzmarktteilnehmer gemäss der Verordnung (EU) 2019/2088 sehr bemüht, bei ihren Anlageentscheidungen und Beratungsprozessen negative Nachhaltigkeitsauswirkungen zu berücksichtigen, sobald die endgültigen Umsetzungsstandards gelten. Bis 30. Juni 2022 werden sie die Details der Bewertung der wichtigsten negativen Nachhaltigkeitsauswirkungen für den Referenzzeitraum vom 30. Juni 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie die getroffenen Massnahmen zur Milderung der Auswirkungen im oben genannten Referenzzeitraum in ihre Berichterstattung aufnehmen.

  • kurze Zusammenfassungen ihrer Mitwirkungspolitik gemäss Artikel 3g der Richtlinie (EG) 2007/36/ des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Juli 2007 über die Ausübung bestimmter Rechte von Aktionären in börsennotierten Gesellschaften, soweit anwendbar

Gemäss Artikel 3g der Richtlinie (EG) 2007/36 (Aktionärsrechterichtlinie II) ist CSAM bestrebt, in den Unternehmen, in die wir investiert sind, durch aktives Engagement positive Veränderungen zu bewirken. CSAM wendet die Credit Suisse Engagement Policy auf Anlagen in Aktien von Unternehmen an, die ihren Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) haben und an einem anerkannten Handelsplatz im EWR notiert sind. Nähere Informationen siehe Credit Suisse Engagementrichtlinie.

Wir bei CSAM beeinflussen die Geschäftstätigkeit der Unternehmen erstens durch Proxy Voting, also die treuhänderische Ausübung unserer Stimmrechte an Generalversammlungen, und zweitens durch aktive Mitwirkung, das heisst wir bleiben mit den Unternehmen dauerhaft im Dialog über Nachhaltigkeitsthemen. Im Namen von CSAM und unserer Kunden sind wir davon überzeugt, dass aktives Engagement den Wert der Unternehmen, in die wir investieren, langfristig steigert und letztlich das Rendite-Risiko-Profil unserer Portfolios verbessert. Darüber hinaus kann aktives Engagement durch die Beschleunigung des Übergangs zu einer nachhaltigeren Wirtschaft greifbare Vorteile für Menschen und den Planeten mit sich bringen.

  • eine Bezugnahme auf ihre Beachtung eines Kodex für verantwortungsvolle Unternehmensführung und international anerkannter Standards für die Sorgfaltspflicht und die Berichterstattung sowie gegebenenfalls den Grad ihrer Ausrichtung auf die Ziele des Übereinkommens von Pari

Wir bei CSAM haben unsere Rolle im Umgang mit den Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und gute Unternehmensführung erkannt. Wir möchten Anlageprodukte und -dienstleistungen erbringen, die ökologische und soziale Vorteile im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) bieten, während wir gleichzeitig anstreben, finanzielle Renditen für unsere Kunden zu erzielen. CSAM ist davon überzeugt, dass der wirkungsvollste Weg zur Förderung nachhaltiger, langfristiger Veränderungen in kollektivem Handeln besteht. In diesem Sinne unterstützt CSAM Brancheninitiativen und tauscht sich in verschiedenen Nachhaltigkeitsnetzwerken und -initiativen weltweit mit Interessenvertretern und politischen Entscheidungsträgern über wichtige Nachhaltigkeitsthemen aus.

CSAM und Credit Suisse sind aktive Mitglieder einer Reihe von Nachhaltigkeitsnetzwerken und -initiativen weltweit. 

Transparenz der Vergütungspolitik im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken Gemäss Artikel 5 der Verordnung (EU) 2019/2088 müssen Finanzmarktteilnehmer im Rahmen ihrer Vergütungspolitik Informationen darüber aufnehmen, inwiefern diese mit der Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken im Einklang steht, und diese Informationen auf ihren Websites veröffentlichen.

Die konzernweite Vergütungspolitik der Credit Suisse entspricht den Anforderungen der Verordnung (EU) 2019/2088. 

Transparenz bei der Bewerbung ökologischer oder sozialer Merkmale und bei nachhaltigen Investitionen auf Internetseiten Gemäss Artikel 10 der Verordnung (EU) 2019/2088 müssen Finanzmarktteilnehmer für jedes Finanzprodukt, das ökologische oder soziale Merkmale bewirbt oder nachhaltige Investitionen zum Ziel hat, die folgenden Informationen auf ihren Websites veröffentlichen und pflegen:

  • eine Beschreibung der ökologischen oder sozialen Merkmale oder des nachhaltigen Investitionsziels;

Für Investmentfonds, die eine nachhaltige Anlagestrategie verfolgen, finden sich diese Informationen im ESG-Abschnitt des Fonds-Factsheets auf Fund Gateway.
Für Immobilienfonds mit ESG-Merkmalen finden sich die Informationen im Abschnitt ‹Nachhaltigkeitsrelevante Angaben› auf Fund Gateway.

  • Angaben zu den Methoden, die angewandt werden, um die ökologischen oder sozialen Merkmale oder die Auswirkungen der für das Finanzprodukt ausgewählten nachhaltigen Investitionen zu bewerten, zu messen und zu überwachen, unter anderem Angaben zu den Datenquellen, zu den Kriterien für die Bewertung der zugrunde liegenden Vermögenswerte sowie zu den relevanten Nachhaltigkeitsindikatoren, die zur Messung der ökologischen oder sozialen Merkmale oder der Gesamtnachhaltigkeitsauswirkungen des Finanzprodukts herangezogen werden;

Für Investmentfonds, die eine nachhaltige Anlagestrategie verfolgen, finden sich diese Informationen im ESG-Teil des Fonds-Factsheets auf Fund Gateway.
Für Immobilienfonds mit ESG-Merkmalen finden sich die Informationen im Abschnitt ‹Nachhaltigkeitsrelevante Angaben› auf Fund Gateway.

  • die in den Artikeln 8a und 9 genannten Informationen;

Für Investmentfonds, die eine nachhaltige Anlagestrategie verfolgen, finden sich diese Informationen im ESG-Abschnitt des Fonds-Factsheets auf Fund Gateway.
Für Immobilienfonds mit ESG-Merkmalen finden sich diese Informationen Informationen im Abschnitt ‹Nachhaltigkeitsrelevante Angaben› auf Fund Gateway.

  • die in Artikel 11 genannten Informationen

Diese Informationen werden ab 1. Januar 2022 verfügbar sein. 

Überprüfung der Informationen

Laut Artikel 12 der Verordnung (EU) 2019/2088 sind Finanzmarktteilnehmer verpflichtet, sicherzustellen, dass die gemäss Artikel 3, 5 oder 10 veröffentlichten Informationen stets auf dem aktuellen Stand sind. Nimmt ein Finanzmarktteilnehmer Änderungen an solchen Informationen vor, so veröffentlicht er auf derselben Internetseite eine klare Erläuterung der betreffenden Änderungen

Die nachstehende Tabelle erläutert die Änderungen zu den Angaben in Bezug auf die Artikel 3 und 5 der Verordnung (EU) 2019/2088.

Revisionstabelle

Datum

Artikel

Erklärung der Änderungen

10.03.2021

Alle

Offenlegungen gemäss den Anforderungen von Stufe 1 der Verordnung (EU) 2019/2088


Gültigkeit

Die Credit Suisse Asset Management Sustainable Investing Policy gilt für die folgenden juristischen Personen:

  • Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG
  • Credit Suisse Fund Management S.A.
  • Credit Suisse (Italy) S.p.A. – in Bezug auf das Asset Management
  • Credit Suisse (Hong Kong) Ltd. – in Bezug auf das Asset Management
  • Credit Suisse (Singapore) Ltd. – in Bezug auf das Asset Management
  • Credit Suisse Investment Partners (Schweiz) AG

Weitere Information unter credit-suisse.com/am/esg.